Supertramp

zur Biografie von Supertramp

"Breakfast in America"

(Live)



"The logical Song"

Live in München 1983



"School"

Live in München 1983



"Fools Overture"
Live in München 1983



"Lady"

Live at Queen Mary College 1977



"Babaji"

Live at Queen Mary College 1977



"Crazy"

Live



"Give a little bit"



Supertramp ist eine britische Pop-/Rockband, die in den 70ern und Anfang der 80er Jahre ihre größten Erfolge hatte. Der Name der Band ist dem Titel des Buches The Autobiography of a Super-Tramp (dt. Supertramp. Autobiographie eines Vagabunden) von W.H. Davies entliehen. Der typische "Supertramp-Sound" definiert sich hauptsächlich durch das synkopische Spiel auf einem Wurlitzer A-200 (elektrisches Klavier). Eine individuelle Note entstand auch durch den Einsatz in damaliger Rock- und Popmusik bis dato unüblicher Instrumente wie z. B. Klarinette oder Saxophon ("Logical Song"). Mit ihrem erfolgreichen Konzept aus hintergründigen Texten und Keyboard-orientiertem Softrock konnte Supertramp bis heute über 60 Millionen Alben weltweit verkaufen.

Bandgeschichte:

1969–1972
Finanziell unterstützt durch den holländischen Industriellen Stanley August Miesegaes (genannt Sam), gründete sich die Band um die beiden Komponisten und Sänger Rick Davies und Roger Hodgson im Jahre 1969. Weitere Musiker der Urbesetzung waren der Gitarrist Richard Palmer-James (der spätere King-Crimson-Texter) und der Schlagzeuger Bob Millar. Die Band absolvierte ihren ersten öffentlichen Auftritt noch unter dem Namen „Daddy“ im Münchener PN-Club in der Leopoldstraße. Dort dreht der Filmemacher Haro Senft einen Kurzfilm über die Band, der unter dem Titel „Supertramp Portrait 1970“ veröffentlicht wird und u. a. am Filmfestival in San Remo 1970 teilnimmt.
Senft war es auch, der Supertramp im Sommer 1970 beauftragte, den Soundtrack für seinen Film „Fegefeuer“ aufzunehmen, der im März 1971 zur Erstaufführung kam. Rick Davies auf einem Konzert in Dresden, 2002

Im Juli 1970 kam das Debütalbum „Supertramp“ auf den Markt. Noch deutlich im Stil des Progressive Rock und mit musikalischen Anleihen bei Bands wie Traffic oder King Crimson zeigte das Album schon einiges musikalisches Potential, verkaufte sich jedoch schlecht. Nach personellen Umbesetzungen – für Palmer und Millar kamen Frank Farell (späterer Co-Writer für Leo Sayer) am Bass, der Perkussionist Kevin Currie (später: Wild Turkey) sowie der Saxophonist David Winthrop (später Chicken Shack) – erschien 1971 das mehr an Rock'n'Roll und Blues orientierte Nachfolgealbum Indelibly Stamped, welches ebenso wie sein Vorgänger keine breite Käuferschaft fand. Zumindest durch das Cover, welches einen tätowierten nackten Oberkörper einer Frau zeigt, erlangte die Scheibe einige Aufmerksamkeit. Nach einer erfolglosen Skandinavien-Tour und dem Ausstieg ihres Sponsors Sam, der offenbar das Interesse als Rock-Mäzen verloren hatte, löste sich die Band auf.

1973–1983
1973 gründeten Davies und Hodgson Supertramp neu. Die neuen Band-Mitglieder waren John Helliwell (Saxophon, Klarinette), Dougie Thomson (Bass) und Bob Siebenberg – bis 1980 unter dem Künstlernamen Bob C. Benberg – (Schlagzeug und Perkussion). Die erste, im neuen Lineup produzierte Single Land Ho / Summer Romance fand zwar kaum Käufer, war jedoch für die Band der Start in eine erfolgreiche Karriere, da der renommierte Produzent Ken Scott (u.a. David Bowie und Elton John) die Produktion übernahm. Unter Scotts Regie entstand dann 1974 auch das Album Crime of the Century, das bis auf Platz 1 in der britischen Hitparade stieg, mit der Single Dreamer einen veritablen Top-Ten-Erfolg verbuchen konnte und auch den Titel School enthielt. Für die meisten Musikkritiker gilt Crime Of The Century heute als Supertramps bedeutendstes Album. Der Band gelang hier die Fusion von eingängiger und anspruchsvoller Musik, changierend zwischen Bluesrock, Pop und Progressive-Rock. Supertramps unverwechselbarer Sound, bestehend aus Hodgsons Falsettgesang, Rick Davies stakkatoartigem Klavierspiel und der Arbeit des erstklassigen Saxophonisten John Anthony Helliwell, war hier erstmals zu hören. Die folgenden Alben 'Crisis? What Crisis? (1975), Even In The Quietest Moments (1977) (der Durchbruch in den USA) und Breakfast In America (1979) setzten den Erfolg fort – mit dem letzteren erreichten Supertramp ihren kommerziell größten Erfolg. Das Album verkaufte sich mehr als 18 Millionen mal und enthielt mit den Songs Breakfast In America, The Logical Song, Goodbye Stranger und Take The Long Way Home gleich vier internationale Top-Hits.

Nach einer ausgedehnten Welttournee (dokumentiert auf dem 1980er Doppelalbum Paris, mit sieben Titeln aus dem Crime of the century-Album), dem Studioalbum „…Famous Last Words…“ (1982) und einer gigantischen Abschiedstournee verließ Roger Hodgson die Band zugunsten einer Solo-Karriere, da er und Davies sich über die Richtung der Band nicht mehr einig wurden. Hodgson tendierte zur Popmusik, während Davies einen stärkeren Akzent auf Blues und Jazz legen wollte.

Seit 1983
Roger Hodgsons erstes, 1984 entstandenes Soloalbum In The Eye Of The Storm unterscheidet sich klanglich wenig von der bis dahin bekannten Supertramp-Musik – insbesondere, was die von ihm interpretierten Stücke anbelangt. Davies vollführte hingegen einen leichten Stilschwenk in Richtung Jazz und R&B, um sich von Hodgson abzugrenzen. Das noch am Neoprogressive-Rock orientierte Album Brother Where You Bound verkaufte sich gut, und enthielt mit der Single „Cannonball“ sogar einen für Supertramp untypisch tanzbaren und groovenden Song, der sich in den USA in die Top 30 platzieren konnte. Die folgenden Alben Free As A Bird und Live '88 konnten aber an die vergangenen Erfolge nicht mehr anknüpfen. Die Bandmitglieder trennten sich daraufhin im Jahr 1988. 1993 versuchten Davies und Hodgson eine Reunion des erfolgreichen Lineups zu starten. Die Wiedervereinigung scheiterte allerdings weniger aufgrund persönlicher Differenzen zwischen den beiden Songwritern als vielmehr aufgrund einer unterschiedlichen Auffassung zum Management der Band, wie Hodgson Jahre später in einem Interview bekanntgab. Dieses hatte seit Hodgsons Ausstieg Davies' Frau Sue übernommen. Erst 1997 kam Supertramp – ohne Hodgson – wieder zusammen, um das Comeback-Album Some Things Never Change zu veröffentlichen, das sich in Europa gut verkaufte und in Deutschland innerhalb kürzester Zeit Gold-Status erlangte und bis auf Platz 3 der Charts vorstieß. Crowded-House-Gitarrist Mark Hart, der schon 1987 und 1988 mitgespielt hatte, übernimmt seitdem bei Konzerten Hodgsons Gesangparts und Songs.

Auch Bassist Dougie Thomson war nicht mehr im Band-Lineup vertreten; sein Part wurde von Cliff Hugo übernommen. Weitere Neuzugänge waren der Trompeter Lee R. Thornburg und der Gitarrist Carl Verheyen. Auf dem bisher letzten Studioalbum Slow Motion 2002 wurde die Band durch den Sohn des Drummers Bob Siebenberg, Jesse Siebenberg (Percussion), verstärkt.
Trotz zum Teil erheblichen Drucks der Fan-Gemeinde gibt es nur geringe Chancen für eine Reunion der beiden Köpfe Davies und Hodgson. Zwar schlossen die beiden Musiker in der Vergangenheit eine Reunion nie grundsätzlich aus (insbesondere Hodgson äußerte sich in Interviews zuletzt interessiert), aber Davies scheint nach diversen
gescheiterten Versuchen an einer Reunion unter Einbindung Hodgsons kein Interesse mehr zu haben und lehnte zuletzt 2005 im Rahmen der Veröffentlichung des Best-Of Albums Retrospectacle ein Angebot Hodgsons für eine Neuauflage der Band ab.


Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Supertramp aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 
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