Twinni erlebt 40. Sommer

Die österreichische Kult-Eismarke Twinni feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum.
Zugleich verzeichnete Hersteller-Konzern Eskimo bei dem Geburtstagskind im vergangenen Jahr die meisten Verkäufe seit der Markteinführung im Jahr 1968.

"Rund 18 Millionen Stück konnten abgesetzt werden", gab Michaela Binder, Leiterin des Bereichs Customer Marketing bei Unilever Austria, bekannt. "Würde man die Stäbchen der verkaufen Twinnis aneinanderlegen, würde das mühelos einmal um den Äquator reichen."

Generell zählen die Österreicher - wie auch Deutsche und Schweizer - zu den fleißigeren Eisessern in Europa. Werden in Österreich pro Kopf 7,1 Liter im Jahr verzehrt, sind es in Deutschland 8,1 Liter und in der Schweiz 7,4 Liter. Der Durchschnitteuropäer verzehre dagegen nur knapp sechs Liter Eis im Jahr.

"Der Eiskonsum hat aber offenbar nicht so viel mit dem Wetter zu tun"
, ergänzt Binder, denn die Finnen seien mit 14,5 Litern pro Kopf die europäischen Spitzenreiter beim jährlichen Eisverzehr.

Das sei aber noch wenig im Vergleich zu den US-Amerikanern, betont Ernährungs- wissenschaftlerin und Fond-Trendforscherin Hanni Rützler. Hier liegt die jährliche Verbrauchsmenge bei knapp 20 Litern. "In den USA ist Eis fast ein Grundnahrungsmittel, in Österreich aber hat es einen anderen Stellenwert. Hier genießt man Eis noch", fügt sie hinzu.

"In den 1950er und 1960er Jahren gab es in Österreich ein engmaschiges Moralgeflecht und hohes Pflichtbewusstsein. Die Jugendrevolte Ende der 1960er brachte einen radikalen Stimmungsumschwung", erläutert Rützler die Lage im Österreich vor 40 Jahren.


Der Wandel habe sich auch in der Nahrungsmittelindustrie niedergeschlagen.
"Viele kulinarische Trends sind aus den USA herübergeschwappt - angefangen von Schokolade über Cola und Popcorn bis zu Hamburgern - und haben die kulinarischen Phantasien hierzulande beflügelt", sagt Rützler weiter.

So seien vor allem die "essbaren Marken" zu einiger Bekanntheit aufgestiegen, darunter das Twinni, "das mit seiner futuristischen Optik in Raketenästhetik auch die Technikverliebtheit der damaligen Zeit widerspiegelt."

Auch die zwei Geschmackrichtungen Orange und Birne - "eine zugegeben gewagte Kombination" - hätten dem Eis ein einzigartiges Profil verliehen. "In den 1970er Jahren hat man versucht Birne durch die gängigere Komponente Apfel zu ersetzen", erklärt Binder. Das Ergebnis sei ein Sturm von Protesten gewesen, seither gebe es kein Rütteln an der Geschmackskombination.

Auch der seit 40 Jahren bestehenden Frage, welches der beiden Geschmäcker bzw. Farben bei den Eisessern beliebter ist, konnte mittels Umfrage zum Jubiläum Abhilfe geschaffen werden: Die grüne Seite des Eises liegt in der Gunst der Konsumenten mit 40 zu 26 Prozent weit vorn.

Quelle: pressetext.at
 
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Kommentare



  • Mel1986Mel1986ich ess das eis auch seit jahren. auch andre ess ich aber bei twinni kann man gleich doppelt geniesen23.04.2009 17:11
  • Ritter-aus-LeidenschaftRitter-aus-LeidenschaftMmh!! Twinni---Jama Jama ;)11.03.2011 06:38
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