
Interview mit Alfred Jaklitsch –
zum SEER-Lied „Salzkammerguat“,
dem offiziellen Song zur OÖ. Landesausstellung
Frage : Salzkammergut • Keine Band spiegelt so das Salzkammergut wieder wie die SEER. Jetzt haben sie auch zur Landesausstellung 2008 das offizielle Lied geschrieben.
Das offizielle Lied zur Landesausstellung 2008 zu schreiben, ist das etwas Besonderes oder ein Lied wie jedes andere?
Fred: Grundsätzlich spiegelt jedes Lied von den SEERn irgendetwas Spezielles, das untrennbar mit dem Salzkammergut verbunden ist. Unsere Musik konnte nur hier entstehen in dieser Verbindung aus Mundart, Bergwelt und salzkammerguatlerischer Eigenart. Zuerst zuckt man zusammen, wenn‘s heißt ein Lied übers Salzkammergut zu schreiben und eigentlich geht das auch gar nicht, weil uns mit unserer Heimat einfach tausende Bilder, Geschichten und Gefühle verbinden, die sich nicht in drei Minuten erzählen lassen. So ist es eine Art Momentaufnahme geworden – so wie ein Foto. Deshalb beginnt das Lied auch mit der Schilderung von Landschaftsfarben, weil gerade der Wechsel der Jahreszeiten besonders intensiv hier zu erleben ist. Als Insel,
Ruhepol und ideale Umgebung für meine Kinder, habe ich diese Landschaft schätzen gelernt, so dass ich nie in all den Jahren in Erwägung gezogen habe, beruflich oder aus welchen Gründen auch immer, von hier, und sei‘s auch nur zwischendurch, wegzuziehen. So ist es ein musikalisches Dankeschön geworden an ein Land, das mich geprägt hat und dem ich so viel verdanke, weil es mich immer wieder inspiriert.
Frage: Was erwartet den Hörer bei dem Lied?
Fred: Abgesehen davon, dass es typisch „seerisch“ ist, habe ich möglichst viel von dem reingepackt, was, glaube ich, nicht nur mich an dieser Landschaft und an dem Menschenschlag fasziniert. Hier gibts vieles, was anderswo in der Globalisierung untergegangen ist, aber das muss man erleben, das geht nur wenn man Land und Leute vor Ort erlebt.
Frage: Wie lange dauert es eigentlich bis so ein Lied entsteht von der Idee bis zum fertigen CD? Ist das Komponieren Zwang oder Lust?
Fred: Zwanghafte Lust! Dahinter steckt das Glück mit der eigenen Musik ein Publikum, besser gesagt
andere Menschen zu erreichen, was das Wesentlichste am Musizieren ist und die Gnade, diesen Lebenstraum, Lieder zu schreiben, zum Beruf machen zu können. Im speziellen Fall des Ausstellungsliedes habe ich mir fast etwas schwer getan, weil ich, wie gesagt, so viel mit dem Salzkammergut verbinde, dass ich nicht wusste, wo anfangen.
Frage: Wenn du das Salzkammergut in drei Sätzen charakterisieren müsstest, wie würde das aussehen?
Fred: Es wären cirka 14 Sätze, nämlich die vom Text des Landesausstellungsliedes.
Gibt es ein Lieblingsplatzerl von Dir in der Region?
Vorwiegend sind es so typische Aussichtsplatzerln, Bankerln etc. wo man ins Land einischaut, und sich immer wieder denkt: „Hob i a Glück do leben zu dürfen.“
Frage: Wenn Dich der Herrgott beauftragen würde im Salzkammergut etwas zu ändern, was würdest du anders machen?
Fred: Denjenigen, die hier leben und trotzdem sudern, die Augen öffnen.
Frage: Wirst du dir die Landesausstellung auch anschauen?
Fred: Ich bin früher oft mit‘m Radl über den Pötschen gefahren zu meiner damaligen Freundin in
Goisern (30 Jahre her). Das möcht ich wieder versuchen, nein, nicht die Goiserin besuchen, aber mit dem Radl einige Ausstellungsorte abfahren.
Frage: Was sind die nächsten Pläne mit den Seern?
Fred: Übern Winter ist eine CD entstanden, die wir ab Oktober auf einer Tournee präsentieren wollen, ab Ende April gehts aber schon los mit Konzerten, siehe www. dieseer.at
Frage: Heuer ist am 2. August auch das 10-jährige Jubiläum des Seer-Open airs. Was ist da zu erwarten?
Fred: Die Seer in ihrer natürlichen Umgebung, dem Salzkammergut, mit einer Riesenfreude am
Musizieren, darüberhinaus ein „haftiges“ Programm von Rainhard Fendrich bis zum Feuerwerk. Der eigentliche Star dieser Veranstaltung ist aber das Salzkammergut.
http://www.landesausstellung.at/de/start.html
Quelle: Viertbauer Promotion Gmbh.



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